Neujahrsvorsätze: Tipps für weniger Plastik

Willkommen in 2017!

New year, new me? Knapp eine Woche ist bereits vergangen und okay, zugegeben: Nicht alle Neujahrsvorsätze klappen so, wie man sich das vorgestellt hat. Dabei gibt es doch so viele, für die es sich zu kämpfen lohnt!

Warum nicht also das neue Jahr nutzen und den eigenen Plastikkonsum reduzieren? Ein Zeichen für den Umweltschutz setzen? Wir zeigen euch 9 einfache Tipps für weniger Plastik in eurem Alltag im Jahr 2017. In erster Linie könnt ihr so euren Plastikmüll reduzieren (YEAY!), einige Tipps sind aber auch für einen nachhaltigeren Lebensstil geeignet. Aber schaut selbst:

 

Tipp #1: Jutebeutel!

Gibt es da eigentlich noch viel zu sagen? Schnappt euch euren tollen und umweltschonenden Jutebeutel und verlasst das Haus am besten nie wieder ohne ihn. Nein zur Plastiktüte, aber auch nein zur Papiertüte, die nicht so umweltschonend ist, wie manchmal angenommen. Auch durch Papier entsteht Müll und bei der Herstellung werden Energie und Wasser verbraucht. Und mal ganz im Ernst, so ein Jutebeutel sieht auch einfach so viel cooler aus… Lebt eure Kreativität darauf aus und bemalt euch einen blanken! Kauft euch einen mit ’nem frechen Spruch drauf! Ganz egal. Aber liebt euren Jutebeutel.

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Tipp #2: Glas- oder Mehrwegflasche statt Plastikflasche

Oder besser noch: Leitungswasser. Hier in Deutschland hat es eine sehr gute Qualität und kann von jedem unbedenklich getrunken werden. Eine Plastikflasche wird zwar mehrfach verwendet, braucht dann aber 450 Jahre um in Partikel zu zerfallen, die zwar kontinuierlich kleiner werden, aber nie vollständig abbgebaut werden können. Dann doch lieber eine Glasflasche, die zwar schwerer und zerbrechlicher, jedoch aber besser für Umwelt und Gesundheit ist. Im Idealfall besorgt ihr euch eine Flasche aus Glas oder Metall, die ihr immer wieder mit neuem Leitungswasser befüllt. Für Sprudelliebhaber eignet sich am besten ein Wassersprudler (für den ich auch gerade sehnsüchtig spare…).

 

Tipp #3: Achtet auf Inhaltsstoffe in Kosmetika

Gerade in Kosmetika versteckt sich gerne mal Mikroplastik, welches dann über das Abwasser in Flüsse und Ozeane gelangt. Viele Peelings nutzen Mikroplastik Peelingkörper aber auch in Cremes und Gels sind Kunststoffe enthalten. Die Mikropartikel verschmutzen unser Abwasser so sehr, dass sie nicht herausgefiltert werden können, dafür sind sie schlichtweg zu klein. Aus diesem Grund schaffen sie es auch erst in die Ozeane. Selbst in den kleinsten Lebewesen wie beispielsweise Plankton konnte schon Mikroplastik nachgewiesen werden. Wie ihr erkennen könnt, ob ein Kosmetikprodukt Mikroplastik enthält und eine ausführliche und ständig aktualisierte Liste aller bekannten Produkte seht ihr hier: klick!

Darüber hinaus solltet ihr auch darauf achten, ob Parabene in Kosmetika enthalten sind. Es wird bis heute darüber gestritten, ob sie hormonelle Veränderungen hervorrufen. Aber ich sag mal so: lieber nichts riskieren, oder? Hierfür gibt es den ToxFox Produktcheck vom BUND.

 

Tipp #4: Keine doppelt und dreifach verpackten Lebensmittel kaufen

Ihr kennt es: Ob Kekse, Bonbons oder Schokoriegel. Viele Lebensmittel, besonders Süßigkeiten, haben oftmals mehr als eine Verpackung. Greift beim nächsten Mal also lieber zu den regulären Gummibärchen als zu der Tüte, mit vielen kleinen Miniportionstüten. Ist zwar noch Plastikmüll, dafür aber weniger. Oder geht hin und sagt: „Nein! Das kaufe ich aus Prinzip nicht, das ist viel zu viel Verpackung!“ Und ehe man sichs versieht, hat man unter Umständen sogar zwei Neujahrsvorsätze abgehakt. Ha!

 

Tipp #5: Pergamentpapier oder Mehrwegbehälter statt Frischhaltefolie

Wenn euch beim nächsten Mal die Frischhaltefolie ausgeht, belasst es einfach dabei. Die produziert einfach nur viel Plastikmüll, den man mit einigen gezielten Einkäufen von Glas- oder Aluminiumdosen ganz einfach umgehen kann. Und wenn ihr gerade knapp bei Kasse seid, bedient euch erstmal am Tupperware Vorrat eurer Mutter. Ist zwar Plastik, wird aber immerhin (und hoffentlich) für längere Zeit wiederverwendet. Wenn ihr dann doch mal ein, zwei Dosen zu wenig da habt, könnt ihr etwas Pergamentpapier in der Hinterhand haben, nur für den Fall.

 

Tipp #6: Trennt euch von eurem Spülschwamm

Wie lang ist die Lebensdauer von einem Spülschwamm? Eine Woche? Zwei Wochen? Aber auch spätestens dann muss dieses müffelnde, bazillengetränkte Teil in den Müll wandern. Viel besser sind da ganz einfache, plastikfreie Bürsten aus Holz. Diese lassen sich leicht abkochen und halten eine gefühlte Ewigkeit. Auch ich werde, sobald der letzte Schwamm verbraucht ist, zusehen, dass ich mir so eine Bürste anschaffe.

Das Gleiche gilt übrigens auch für Lappen: Diese bekommt ihr auch aus Stoff, so dass sie jedes Mal einfach mit in eurer Wäsche landen und wieder wie neu sind. Zudem könnt ihr auch alte T-Shirts oder Kopfkissenbezüge dazu umfunktionieren.

Ein Set aus Spülbürsten bekommt ihr z.B. auf avocadostore.de
Ein Set aus Spülbürsten bekommt ihr z.B. auf avocadostore.de // Quelle: avocadostore.de

 

Tipp #7: Wenn schon to-go: Von zu Hause mitnehmen!

Klar, bei jedem kann der Morgen mal ziemlich hektisch werden (schuldig!). Verzichtet aber auf den klassischen Coffee-to-go. Dafür gibt es viele tolle Alternativen. Besorgt euch euren eigenen und wiederverwendbaren Coffee-to-go-Becher. Vorteil: Den könnt ihr euch ganz nach euren Wünschen aussuchen. Manche No Waster nehmen auch gerne Einmachgläser inkl. Deckel mit. Wenn der Kaffee dann ausgetrunken ist, könnt ihr auch Anderes damit transportieren. Vielleicht bekommt ihr ja gerade Heißhunger auf frische Heidelbeeren vom Wochenmarkt? Wäre doch super den passenden Behälter direkt dabei zu haben! Werdet kreativ und nehmt euch auch gerne mal am Abend 15-20 Minuten Zeit, um euer Essen für den nächsten Morgen vorzubereiten. Das spart nicht nur Geld, sondern ist auch gut für die Umwelt.

Tipp #8: Taschentücher ohne Plastikverpackung

Aus aktuellem Anlass: Ich, als kleine chronische Rotznase, habe so gut wie immer Taschentücher im Haus oder Unterwegs dabei. Heute lagen auf meinem Schreibtisch ganze drei leere Packungen und ich dachte mir: „Was ein Haufen Plastikmüll.“ Viel besser sind dabei aber Taschentuch-Spenderboxen. Dabei muss man nur darauf achten, dass auch die Lippe im Spenderschlitz aus Papier und nicht aus Plastik ist. Für unterwegs könnt ihr euch dann eine kleine Box, vielleicht ein Zigarettenetui, besorgen, welche ihr dann einfach immer neu befüllt. Ich hab das gleich mal ausprobiert, zwar noch mit den Taschentüchern die ich da habe, der nächste Einkauf sieht dann aber definitiv anders aus. Und et voilà! Ich hatte sogar noch etwas Raum, um Kleinzeug, das sonst immer unauffindbar in der Tasche herumfliegt, darin unterzubringen.

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Tipp #9: Schneidebretter aus Holz

Dieser Tipp dient nicht einzig und allein der Müllvermeidung. Führt euch aber mal vor Augen, dass jedes Mal, wenn ihr etwas auf eurem Plastikbrettchen schneidet, kleine Plastikpartikel von der Oberfläche gelöst werden und so entweder in eurer Essen oder direkt ins Abwasser gelangen. Klingt nicht so toll, oder? Greift beim nächsten Mal lieber zu einem guten Holzbrett. Das braucht zwar etwas pflege und darf nicht in den Geschirrspüler, ist aber definitiv das bisschen Mehrarbeit wert!

2 thoughts on “Neujahrsvorsätze: Tipps für weniger Plastik”

  1. Tipp 4a: Wenn Umverpackungen im Supermarkt unvermeidlich sind, kann man diese zumindest direkt im Supermarkt entsorgen. Damit spart man sich zumindest den Müll in der eigenen Tonne (Platz) und sendet darüber hinaus ein kleines Signal an den Supermarkt: Diese Verpackung ist völlig unnötig.

    Tipp 10: Klopapier gibt es ja für gewöhnlich nur im großen Plastiksack zu kaufen. Ärgerlich aber nun, es handelt sich ja um ein Hygieneprodukt, da mag das auch angebracht sein. Die Plastikverpackung lässt sich zu Hause aber immerhin noch im Badezimmermülleimer als Müllbeutel verwenden, dazu hat sie eine recht gute Größe.

    1. Danke für deine weiteren Tipps, Ponyhütchen! Die Liste könnte ohnehin eeeendlos weitergehen..
      Den Tipp mit dem Badezimmermülleimer handhaben wir bei uns auch so! 🙂 Wäre ja sonst auch viel zu schade.

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